Was versteht man unter einem Touchpanel – wie funktioniert es?

PC Systeme - Tastatur

Ein Touchpanel ist ein berührungsempfindlicher Monitor mit einer graphischen Oberfläche, der ohne Maus oder Keyboard nur mit Berührung der entsprechenden Bildschirmposition durch einen Finger oder einen dafür vorgesehenen Stift bedient wird – ähnlich des Bildschirms eines Smartphones. Die perfekte Beratung erhalten Sie bevorzugt bei Anbietern, die IT Systeme aus einer Hand offerieren.
Dabei dient ein Touchpanel als Eingabegerät oder als sogenanntes „Human-Machine-Interface“ (HMI) als Schnittstelle zwischen dem Menschen als Bediener und einer Maschine. Diese Maschine kann zum Beispiel ein Laufband im Fitnessstudio sein, an dem mittels Touchpanel die Geschwindigkeit des Bandes und die Dauer der Trainingseinheit eingestellt wird. Oder aber im industriellen Umfeld kann es auch eine komplexe Fertigungsanlage sein, deren einzelnen Fertigungsschritte auf dem Touchpanel bedient und kontrolliert werden können. Sogar ein Eingreifen in den Prozess ist über ein Touch Panel möglich. Hierzu muss der Fertigungsprozess in Programmschritten hinterlegt werden und auf dem Touchpanel werden die einzelnen Schritte und zu bedienenden Aggregate visualisiert. Um bei dem Beispiel mit dem Laufband zu bleiben bedeutet dies, dass es eine Software geben muss, über die das Laufband gesteuert wird. Auf dem Touchpanel befindet sich passend zur Programmierung der Software ein virtueller Schieber, mit dem der Sportler mit dem Finger die Geschwindigkeit des Laufbandes steuern kann oder unterschiedliche virtuelle Flächen, bei denen bei Berührung vorgegeben Geschwindigkeiten eingestellt werden. 
In industriellen Anwendungen können somit durch das Berühren der Symbole der Aggregate auf dem Touchpanel diese dann angesteuert werden. So kann man zum Beispiel Ventile öffnen und schließen oder Pumpen ein – und ausschalten. 
Es gibt unterschiedliche Touchpanel Technologien. 
Die Technologien, die am häufigsten zum Einsatz kommen sind die Resistive Touchpanel-Technologie, die RGP Touchpanel-Technologie, die Kapazitive Touchscreen-Technologie und die SAW Surface Acoustic Wave Touchscreen-Technologie. Bei der Resistive Touchpanel-Technologie reagiert das Panel auf Druck. Dieser verbindet punktuell zwei elektrisch leitfähige Schichten an denen ein elektrischer Widerstand gemessen wird. Durch diesen Widerstand wird die Position ermittelt, an der gedrückt wurde, wodurch die Programmierung das Signal bekommt, was sie auszuführen hat. (Laufband schneller – Laufband langsamer / Pumpe ein – Pumpe aus). Die RGP Touchpanel Technologie entspricht weitestgehend der Resistive Touchpanel-Technologie, jedoch ist die oberste Schicht des Panels eine hauchdünne Glasscheibe. Diese schützt das Touchpanel vor Kratzern. Wegen der Gefahr vor Glassplitterbildung wird sie aber beispielsweise in lebensmittelproduzierenden Betrieben nicht eingesetzt. 
Die Kapazitive Touchpanel Technologie bietet die beständigste Oberfläche. Sie besteht aus Glassubstraten, die mit Metalloxid beschichtet werden. Ihre Anwendung finden diese Touchpanels vor allem bei Fahrkartenautomaten, Spielgeräten und anderen Geräten in öffentlichen Bereichen. 
An den Ecken der Beschichtung liegt eine Spannung an, die ein gleichmäßiges elektrisches Feld erzeugt. Durch das Berühren des Panels wird dieses Feld im direkten Verhältnis zur Position der Berührung verändert und diese Information wird durch die Software verarbeitet und umgesetzt. 
Auch die SAW Surface Acoustic Wave Touchpanel-Technologie wird oft im öffentlichen Bereich eingesetzt. 
Hier kommen Signalgeber zum Einsatz, die an den Seitenflächen des Glassubstrates angebracht werden. Das Glassubstrat sendet horizontale und vertikale Ultraschallwellen aus, die von der Oberfläche reflektiert und an einen Sensor weitergeleitet werden. Durch die Berührung mit einem Finger wird ein Teil der Energie der Ultraschallwellen absorbiert und die Amplitude der Welle ändert sich. Durch die Amplituden-Änderung kann die Position berechnet werden, an der der Monitor berührt wurde.